Förderkonzept
Die Förderung verbindet technische Ausbildung, stilkundliche Arbeit, musikgeschichtliche Kontextualisierung, Gehörbildung, Grundlagen der Harmonielehre sowie interpretatorische Reflexion zu einem integrierten Gesamtkonzept.
Ausgangspunkt jeder Arbeitsphase ist der Notentext. Von dort aus werden technische, musikalische und historische Fragestellungen entwickelt und in ihrem Zusammenhang erschlossen. Die Arbeit am Werk umfasst daher nicht allein die pianistische Umsetzung, sondern ebenso Fragen der Form, des Stils, der Quellenlage, der Satztechnik und der Aufführungspraxis.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Entwicklung eines differenzierten Klangbewusstseins, der Schulung polyphonen Hörens sowie der Fähigkeit, musikalische Strukturen analytisch zu erfassen und künstlerisch überzeugend umzusetzen.
Das technische Training erfolgt nicht isoliert, sondern stets in Verbindung mit konkreten musikalischen Anforderungen. Fingertechnik, Artikulation, Klanggestaltung, Phrasierung und Pedalgebrauch werden aus dem jeweiligen Werk heraus entwickelt und in größere musikalische Zusammenhänge eingeordnet.
Ein wesentliches Ziel der Förderung besteht darin, pianistische Nachwuchstalente schrittweise an jene Selbstständigkeit heranzuführen, die für Wettbewerbe, Aufnahmeprüfungen, Jungstudiengänge und ein späteres Musikstudium vorausgesetzt wird.
